Familienkommune
Geschrieben von Mr. Fari am Mai 12, 2011
Nicht nur, daß “Community” im Zuge der sozialen Netzwerke und des Web 2.0 als sehr aktuelles Wort mittlerweile auch eingedeutscht wurde (mein Gefühl), es steht auch für die Idee der Kommune aus den ’68er Jahren. Ein Video von Osho (auch unter dem Namen Bhagwan bekannt) über Heirat und Kinder hat mich in den letzten Wochen sehr beschäftigt.
Bisher habe ich die Familie als Keimzelle der Gesellschaft gesehen und hatte auch eine sehr konservative Ansicht über den Familienzusammenhalt. Die Alternative mit einigen Familien in einer Gemeinschaft zu leben, erscheint mir v.a. für die Kinder von Vorteil. Sie sind nicht nur auf die Eltern fokussiert, ihr Horizont erweitert sich früh, sie lernen schnell, daß es andere Auffassungen gibt, können sich andere Erwachsene als Mentoren aussuchen, werden nicht so stark in den Strudel der Paardynamik der Eltern hineingezogen, sie wachsen einfach freier und offener auf, haben aber dennoch die Eltern immer in Reichweite.
Die Eltern wiederum können sich gegenseitig entlasten, sich dadurch Freiräume schaffen, auch für die Paarbeziehung. Auch die nicht tägliche volle Fixierung auf den Partner kann positiv auf die Paarbeziehung wirken.
Ein wirklich interessantes Modell, bliebe nur das Finden von Gleichgesinnten, mit denen man meint gut klarzukommen und die auch bereit sind, ein gewisses Commitment für ein längerfristiges gemeinsames Leben abzugeben. Und nicht zu vergessen, alle sollten eine konstruktive Konfliktbereitschaft und somit gute kommunikative Fähigkeiten mitbringen. Ich finde dies wäre eine echte Alternative zur Patchwork-Familie…









